Lebensbedingungen und Widerstandsfähigkeit verbessern durch lebensrettende Hilfe

beendet

Projekt in Syrien
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Überblick

Thema

Migration

Budget

3'904'148 Schweizer Franken

Dauer

01.10.2022 - 30.12.2024

Projektgebiet

Damascus, Rural Damascus, Al Hasakeh, Aleppo, Homs und Hama.

Zielgruppen

16'130 gefährdete Syrerinnen und Syrer

Projektnummer

P220062

Projekt im Detail

Die Syrienkrise ist nach wie vor eine der komplexesten humanitären Krisen der Welt. Seit Beginn des Konflikts im Jahr 2011 ist die syrische Wirtschaft um mehr als die Hälfte geschrumpft und der Wechselkurs des syrischen Pfunds hat sich um das 70-fache verringert. Diese Faktoren haben zusammen mit dem starken Preisanstieg und der Unfähigkeit der Regierung, lebenswichtige Güter zu subventionieren, dazu geführt, dass 97 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Zur aktuellen Sicherheitslage in Syrien kommt der Druck durch die jüngste Krise in der Ukraine und die dadurch verursachte Belastung der globalen Lieferketten hinzu. Es wird geschätzt, dass 2022 14,6 Millionen Menschen in Syrien humanitäre Hilfe benötigen.

Durch diese sich gegenseitig verstärkenden Faktoren haben die von der Krise betroffenen Haushalte Schwierigkeiten, ihre Existenzgrundlage wiederherzustellen. Das Bildungssystem ist nach wie vor zersplittert, was den Zugang der Kinder zur Bildung einschränkt. Mindestens 2,4 Millionen Kinder sind im Jahr 2021 nicht zur Schule gegangen. Diejenigen, die zur Schule gehen, sehen sich mit überfüllten Klassenzimmern, möglichen Lernschwierigkeiten und einem Mangel an wichtigen Lernmaterialien konfrontiert. Da die Bewältigungsstrategien der Haushalte immer negativer werden, werden in einigen Gebieten bis zu 30 Prozent der Kinder aus der Schule genommen und zur Arbeit geschickt, wodurch die Kinder ernsthaften Schutzbedrohungen ausgesetzt sind.

Das Projekt zielt darauf ab, zum Schutz, zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften in Syrien beizutragen, indem lebensrettende und lebenserhaltende Hilfe durch Geldtransfers, Bildung und Existenzsicherung für insgesamt 16'130 Syrerinnen und Syrer geleistet wird, die über die 24-monatige Projektlaufzeit hinaus Wirkung zeigen.

Das Projekt wird dazu beitragen, dass gefährdete Haushalte durch eine Kombination aus Bargeld, Existenzsicherung, Bildung und Schutzmassnahmen besser in der Lage sind, ihr Leben zu sichern. Darüber hinaus wird durch den Aufbau von Kapazitäten bei den lokalen Partnern die Fähigkeit zur Leitung und Umsetzung des Hilfs- und Wiederaufbauprozesses vor Ort verbessert. Durch die Bereitstellung von Bargeldtransfers (einschliesslich Bargeld für den Winter) für die am stärksten gefährdeten Familien werden die Begünstigten in die Lage versetzt, ihre wichtigsten Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Medikamente zu decken. Wenn ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind, können die Haushalte verhindern, dass sie auf negative Bewältigungsmechanismen zurückgreifen, z.B. indem sie ihre Kinder aus der Schule nehmen, um zu arbeiten.

Eine Kombination aus nicht-formaler Bildung, beschleunigtem Lernen und Prüfungsvorbereitung wird die Wiedereingliederung von Kindern, die die Schule verlassen haben, in das formale Bildungssystem unterstützen und die akademischen Leistungen von Lernschwachen verbessern. Darüber hinaus werden die Begünstigten durch den Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Unternehmensentwicklung und der Berufsausbildung dabei unterstützt, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder wiederherzustellen. Mit diesem kombinierten Ansatz erhalten vulnerable Syrerinnen und Syrer eine individuelle Unterstützung, die über die Laufzeit des Projekts hinausgeht. Zudem werden die nationalen Implementierungspartner durch den Aufbau von Kapazitäten als «Agenten des Wandels» für prinzipiengeleitete, integrative humanitäre und entwicklungspolitische Massnahmen gestärkt.

Das Projekt ist im Themenbereich Migration angesiedelt und baut auf den Erfahrungen früherer Projekte auf, wie zum Beispiel einem Projekt zur Unterstützung des Lebensunterhalts. Caritas Schweiz führt derzeit auch ein Projekt durch, bei dem mehr als 6'000 Haushalte direkte Bargeldhilfe erhalten. Als Co-Vorsitzende der Bargeld-Arbeitsgruppe in Damaskus ist Caritas im Sektor gut vernetzt, um in Syrien Nothilfe in Form von Bargeldzahlungen zu leisten.

Die Verknüpfung von Caritas' spezifischer Expertise in den Bereichen Existenzsicherung, Bildung und Bargeldunterstützung ermöglicht einen vielversprechenden Ansatz, um den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen ganzheitliche Unterstützung zu bieten. Das Projekt fördert auch den Aufbau von Kapazitäten bei den nationalen Implementierungspartnern im Einklang mit den Lokalisierungsverpflichtungen von Caritas Schweiz.

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Das Projekt wird finanziert durch:

  • DEZA

Titelbild: © Hasan Belal