

Friedensförderung durch nachhaltigen Zugang zu und Umgang mit natürlichen Ressourcen (PAMANA)beendet
Überblick
Migration, Klima, Einkommen
2'516'238 Schweizer Franken
Uganda: 1'391'973 Schweizer Franken
Südsudan: 1'124'264 Schweizer Franken
01.12.2021 - 31.03.2025
Koboko- und Yumbe-Distrikt, West Nile, Uganda
Lainya- und Yei-County, Bundesstaat Central Equatoria, Südsudan
343 Mitglieder lokaler Strukturen und Behörden, religiöser und traditioneller Einrichtungen, zivilgesellschaftlicher Organisationen und von Akteuren aus dem Privatsektor
5'000 direkt Begünstigte vulnerabelster Gruppen der Flüchtlings-, IDP- und Gastgemeinschaften (insbesondere Frauen).
P210063 und P210064
Projekt im Detail
Jahrzehnte bewaffneter Konflikte haben in der südsudanesischen Zivilbevölkerung grosses Leid verursacht, Hunderttausende vertrieben und die humanitären Bedarfe gesteigert. Mehr als 4,5 Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, darunter 1,84 Millionen intern Vertriebene (IDPs), 2,5 Millionen Menschen, die in die Nachbarländer Uganda, Kenia, Äthiopien und Sudan geflohen sind, und über 202'000 Schutzsuchende in UN-Stützpunkten im Land. In Uganda sind die meisten Flüchtlinge Südsudanesinnen und Südsudanesen (882'058 Menschen). In dieser Grenzregion verstärkt der Klimawandel die Konflikte über den Zugang zu natürlichen Ressourcen und über deren Kontrolle, aber auch Probleme aufgrund schlechten Managements dieser Ressourcen. Die Existenzgrundlage und Ernährungssicherheit für Flüchtlings-, IDP-, Gast- und Heimkehrer-Gemeinschaften im Bundesstaat Central Equatoria im Südsudan und der Menschen in der Region West Nile in Uganda hängen stark ab von den natürlichen Ressourcen, da die meisten Haushalte Kleinproduzenten sind.
Die Übernutzung natürlicher Ressourcen hat die Ungleichheit und Risiken für bestimmte Bevölkerungsgruppen und Individuen verschärft und so Spannungen innerhalb der Gemeinschaften und zwischen ihnen erhöht. Konflikte in Verbindung mit dem Zugang zu natürlichen Ressourcen und mit deren Kontrolle gehören zu den wesentlichen Faktoren mit negativer Auswirkung auf die Möglichkeiten der Menschen, ihre unmittelbaren Bedürfnisse zu decken und Chancen zur nachhaltigen Sicherung ihrer Existenzgrundlage wahrzunehmen, insbesondere in vulnerablen Flüchtlings-, IDP- und Gastgemeinschaften.
Das Projekt zielt darauf hin, mit einem Ansatz, der menschliche Entwicklung und friedensbildende Massnahmen verbindet, Konflikte um die natürlichen Ressourcen und den Druck auf selbige im Bundesstaat Central Equatoria im Südsudan und in der Region West Nile in Uganda signifikant zu reduzieren. Es werden lokale Kapazitäten geschaffen zur Unterstützung der vulnerabelsten Gruppen, um ihre unmittelbaren Bedürfnisse zu decken und eine nachhaltige Existenzgrundlage zu sichern in einer Art und Weise, die Frieden, Stabilität und Geschlechtergleichheit fördert.
Um diese Wirkung zu erzielen, sollen die Kapazitäten von Zielgruppen in Central Equatoria und West Nile, einschliesslich staatlicher Strukturen, religiöser/traditioneller Einrichtungen, zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gruppen aus dem Privatsektor, in ihrem Engagement für die vulnerabelsten Gruppen der Flüchtlings-, IDP-, Gast- und Heimkehrer-Gemeinschaften im Lainya- und Yei-County (Südsudan) sowie im Koboko- und Yumbe-Distrikt (Uganda) (insbesondere von Frauen) gestärkt werden.
Im Rahmen der humanitären Komponente können die unmittelbaren Bedürfnisse der vulnerabelsten Gruppen dank konfliktsensitiver und geschlechtsspezifischer humanitärer Hilfe gedeckt werden. Die Aktivitäten im Rahmen der Entwicklungskomponente fördern und stärken lokale Kapazitäten zur Schaffung einer mittel- und langfristigen Existenzgrundlage basierend auf einem nachhaltigen Management der natürlichen Ressourcen, das die wirtschaftliche Eigenständigkeit und Resilienz stärkt und ein friedvolles Zusammenleben gewährleistet. Die Komponente der Friedensförderung erhöht das Verständnis für Konfliktursachen, insbesondere im Hinblick auf das Management der natürlichen Ressourcen. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der Zielgruppen und Begünstigten gestärkt zur Förderung eines Dialogs und der Lösung von Spannungen, bei gleichzeitigem Ausbau des nachhaltigen Naturressourcenmanagements und Anpassung an den Klimawandel auf friedensfördernde und geschlechtergerechte Art und Weise.
Hinsichtlich der IZA-Strategie 2025 von Caritas Schweiz konzentriert sich das Projekt auf die drei Themenfelder Migration, Einkommen und Klima. Basierend auf einem Ansatz, der menschliche Entwicklung und friedensbildende Massnahmen miteinander kombiniert (Humanitarian Development Peace (HDP) nexus), werden humanitäre Hilfe, Entwicklungshilfe und Friedensförderung miteinander verbunden. Darüber hinaus kommen Teile des Graduation Approachs zum Einsatz, um sowohl kurz- als auch langfristige Bedürfnisse der Zielgruppen zu decken. Im Projekt wird ein konfliktsensitiver und geschlechtsspezifischer Ansatz verfolgt.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit drei Umsetzungspartnern vor Ort (Agency for Accelerated Regional Development - AFARD, Community Development Centre - CDC und Organic Farming Advisory Organisation - OFAO) und zwei begleitenden technischen Partnern (BOMA und Swisspeace) durchgeführt.
Weitere Projekte Engagement für eine Welt ohne Armut
Das Projekt wird finanziert durch:
- DEZA
- Austrian Development Cooperation


