Amazonas Resiliente, 2022
Amazonas Resiliente, 2022

Amazonas Resiliente – Den Regenwald schützen

beendet

Klima-Projekt in Bolivien
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Der Klimawandel und Brandrodungen bedrohen den Amazonas-Regenwald in Bolivien – und damit die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Denn um langfristig ein Auskommen zu haben, sind die Menschen auf einen intakten Regenwald angewiesen. Die Caritas zeigt Kleinbauernfamilien, wie sie mit Agroforstwirtschaft statt Abholzung auf den bestehenden Anbauflächen genug Erträge erwirtschaften können und gleichzeitig den Wald schützen.

Überblick

Thema

Klima

Budget

1'801'136 Schweizer Franken

Dauer

01.02.2022 - 31.01.2025

Projektgebiet

Department Pando: Gemeinden San Lorenzo, Filadelfia, Porvenir, Gonzalo Moreno, Santa Rosa, Sena, Puerto Rico, Maruripi Naturreservat. Department Beni: Riberalta 

Zielgruppen

4'504 Personen, indigene Bevölkerung, Kleinbauern und Bäuerinnen; 50 Mitglieder Lokalregierungen, Universität

Projektnummer

p220016

Projekt im Detail

Der Verkauf von gesammelten Paranüssen und Acaibeeren ist die wichtigste Einnahmequelle für die im bolivianischen Amazonas-Regenwald lebenden Familien. Doch die Waldfrüchte allein reichen für ihr Überleben nicht aus. Deshalb roden sie Waldflächen, um Getreide anzubauen oder Tiere zu halten – mit dem Resultat, dass Abholzung die ohnehin bereits verheerenden Auswirkungen der Klimakrise verstärkt. Wegen der klimatischen Veränderungen sind die Trockenperioden im bolivianischen Amazonas-Regenwald in Bolivien immer länger und wenn es regnet, dann vielfach viel heftiger.

So werden die Bedingungen für die Landwirtschaft immer schwieriger. Um die gleichen Ernteerträge zu erwirtschaften, müssen die Kleinbauern immer neue Waldflächen opfern. Ein Teufelskreis aus Klimafolgen, Armut und fehlendem Knowhow, fatal für Mensch, Tier und Wald.

Umstellung auf Agroforstwirtschaft

Mit ihrem lokalen Partner CIPCA setzt die Caritas auf Agroforstwirtschaft. Bei der Agroforstwirtschaft werden Bäume mit Acker- oder Gemüsekulturen kombiniert. Zwischen Baumreihen gedeiht zum Beispiel Mais. Das Agroforstsystem hat den Vorteil, dass längere Trockenheit besser überstanden wird, weil sich im Schutz der Bäume das Mikroklima auf dem Feld verbessert und weniger Wasser verdunstet. Zudem sind die Bäume ein guter Erosionsschutz.

Gemeinsam mit den Gemeinden erarbeiten wir Waldmanagementpläne, in denen Meilensteine einer nachhaltigen Waldnutzung festgehalten werden. Danach werden die Bäuerinnen und Bauern in Workshops über die Auswirkungen des Klimawandels aufgeklärt und praktisch in Agroforstwirtschaft angeleitet. Sie lernen die richtige Pflege der Bäume und wie geeignete Mischkulturen aufgezogen werden. Ein- bis wenigerjährige Pflanzen werden mit mehrjährigen kombiniert. So hat die Bauernfamilie jedes Jahr einen Ertrag. Zudem hilft eine Diversifizierung gegen Krankheiten und bringt auf verschiedenen Märkten Einnahmen. Die ersten Setzlinge erhalten die Bäuerinnen und Bauern von der Caritas, die sie auch nach dem Pflanzen fachlich begleitet und bei Problemen an ihrer Seite steht.

Produkte lokal verarbeiten

Die Caritas unterstützt die Kleinbauern dabei, ihre Ernten lokal weiterzuverarbeiten. So bleibt die Wertschöpfung in der Gemeinde und die Menschen haben ein höheres Einkommen. Zudem trägt die Caritas zu einer besseren Vermarktung bei, beispielsweise mit überregionaler Vernetzung und dem Schaffen der Grundlagen für Zertifizierungen der Produkte.

Risikomanagement für den Wald

Zusammen mit der Lokalregierung und den Gemeinden analysiert die Caritas die Risiken für den Wald und die Landwirtschaft analysiert. Es wird festgehalten, wie diese minimiert werden können und was im Ernstfall zu tun ist. Zudem bildet die Caritas Gemeindemitglieder als Feuerbekämpfer aus.

Die Bevölkerung sieht den Vorteil der Aufforstung mit Fruchtbäumen und den Nutzen für den ganzen Wald – und für ihre Lebensgrundlage. Sie können ihre bescheidenen Einkommen verbessern und nachhaltig verankern. Dank dem neu erworbenen Wissen und den neuen Chancen sind die Kleinbäuerinnen und -bauern wieder zuversichtlich, dass auch ihre Kinder vom Amazonas-Regenwald leben können. Und die Armut hinter sich lassen.

Une petite entreprise de transformation d’açai : ainsi, la valeur ajoutée reste dans la région.
Eine kleine Acai-Weiterverarbeitungsfirma: So bleibt die Wertschöpfung in der Region. © Fabian Biasio
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Das Projekt wird finanziert durch:

  • DEZA

Titelbild: Amazonas Resiliente, 2022 © Fabian Biasio