

Wirkung
Die Caritas Schweiz setzt sich täglich mit aller Kraft für Menschen in Not und für Armutsbetroffene ein, um deren Lebenssituation – gemeinsam mit den Betroffenen – nachhaltig zu verbessern.
- Zeigt unsere Arbeit aber auch Wirkung?
- Was hat funktioniert und wieso?
- Können wir zukünftig etwas besser machen?
Diese Fragen wollen wir mit unserer Wirkungsmessung beantworten. Damit wir uns selbst und unseren Unterstützerinnen und Unterstützern Rechenschaft ablegen und damit wir lernen können.
Dank dem erlangten Wissen in nachhaltigen Landbewirtschaftungspraktiken, haben sich die Felder dieses Bauern im Distrikt Muminabad in Tadschikistan zwischen 2012 und 2020 fundamental verändert. Der Boden kann das Wasser besser aufnehmen und speichern, die Erosions- und Überschwemmungsgefahr wurde substanziell reduziert.
Monitoring und Evaluierung
Das Monitoring und die Evaluierung sind zentral für die Steuerung unserer Projekte und Programme. Diese werden aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse stetig angepasst und weiterentwickelt. Gleichzeitig bilden das Monitoring und die Evaluierung die Basis für die Berichterstattung an unsere Finanzierungspartner.
Caritas Schweiz verfügt über ein Monitoring- und Evaluationssystem auf den drei Ebenen: Projekt, Landesprogramm und Gesamtprogramm.
Projekte werden von unseren Mitarbeitenden vor Ort und in der Zentrale in Luzern sehr eng begleitet. Regelmässige Besuche bilden gemeinsam mit den Caritas Schweiz Standardindikatoren die Basis von detaillierten Berichten, die halbjährlich oder jährlich über jedes Projekt erstellt werden. Die Berichte geben Auskunft über den Projektfortschritt, das Budget sowie die Herausforderungen. Auch weisen sie auf allfällige Handlungsoptionen hin.
Zusätzlich werden die meisten Projekte in der Hälfte sowie am Ende der Projektlaufzeit von externen Spezialistinnen und Spezialisten evaluiert. Rubriken dieser Evaluation sind Relevanz, Kosten-Nutzen-Verhältnis, nachhaltige Wirkung, mögliche Verbesserungen und Anpassungen.
Landesprogramme und Gesamtprogramme werden anhand von Indikatoren und Kennzahlen beobachtet und evaluiert. Zusätzlich werden die erhobenen Zahlen aus den Projekten auf die Ebene der Landesprogramme und Gesamtprogramme hochgerechnet.
Bei ausgewählten Projekten untersuchen wir die langfristige Wirkung:
- Ist die Einkommenssituation in einem Dorf auch 5 oder 10 Jahre nach Projektende immer noch besser als davor?
- Ist die Ernährungssituation einer Projektregion trotz fortschreitender Klimakrise auch nach Projektende stabil?
- Können die Geflüchteten auch Jahre später die erlernten Berufskompetenzen anwenden und selbstständig für ihren Unterhalt sorgen?
- Können sich die von uns unterstützen Personen nach ihrer Rückkehr ins Heimatland eine nachhaltige Existenzgrundlage aufbauen?
- Werden die erlernten Methoden und Kompetenzen nach wie vor eingesetzt und weitergegeben?
Evaluationen der langfristigen Wirkung sind sehr zeit- und kostenintensiv. Aus diesem Grund können diese nur punktuell durchgeführt werden, z.B. auf Wunsch von Finanzierungspartnern wie der Glückskette.
Zwei zentrale Aspekte bei Monitoring und Evaluation sind die internen Lernprozesse und der Wissenstransfer.
Mitarbeitende vor Ort sammeln systematisch ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Musterbeispiele in den Projekten. Die Lernprozesse zielen auf eine stetige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Projekte und Programme ab. Auch werden die Erkenntnisse für die Planung und Steuerung von Nachfolgephasen oder ähnlichen Projekten beigezogen. Sie stehen allen Projekten und Ländern zur freien Verfügung.
Das angeeignete Wissen teilen wir intern und extern mit unseren Partnern aktiv und systematisch. Einerseits werden Erkenntnisse anhand von Themenpapieren aufgearbeitet, zusammengefasst und verbreitet. Andererseits stehen unterschiedliche Austauschgefässe zur Verfügung. An den Anlässen «Learning Journeys» treffen sich Mitarbeitende aus verschiedenen Teams mit Fachspezialistinnen und -spezialisten, um sich zu einem Thema auszutauschen.
Was unsere Arbeit bewirkt
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Personenbesitzen eine KulturLegi und haben so Rabatt für Kultur und Sport
(2023)
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Beratungenkonnte die SOS-Schuldenberatung durchführen
(2023)
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Personenim Globalen Süden konnten ihr Einkommen verbessern
(2023)
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Menschenkonnten in einer humanitären Notsituation ihre Grundbedürfnisse decken
(2023)
«Dank den Trainings von Caritas Schweiz tragen die Menschen wieder Sorge zur Natur und forsten Wälder auf. Denn diese schützen uns vor Erosion und Naturkatastrophen.»Rahmonov MurodaliBauer, Tadschikistan
Eine Zusammenstellung verschiedener Evaluationen

Wirkungsmessung in der Internationalen Zusammenarbeit
Ausschnitt aus der Strategie 2021-2024 der Internationalen Zusammenarbeit von Caritas Schweiz betreffend der Wirkungsmessung.
Download (pdf, 5.92 MB)
Schlussbericht «Natural Disaster Risk Reduction and Integrated Watershed Management», Tadschikistan (Englisch)
Detaillierte Analyse des 9-jährigen Projekts, die spezifisch auch die gewonnenen Erkenntnisse für weitere Projekte aufzeigt.
Download (pdf, 2.26 MB)
Evaluation CHAST Programme, Äthiopien (Englisch)
Detaillierte Evaluation durch das Schweizerische Tropeninstitut des Caritas Schweiz Ansatzes, um Kinder bezüglich Hygiene zu schulen (CHAST, Children’s Hygiene and Sanitation Training).
Download (pdf, 1.12 MB)
Wirkungsanalyse Glückskette Erdbeben Haiti (Französisch)
Analyse der von der Glückskette nach dem Erdbeben in Haiti 2010 unterstützten Nothilfeprojekte, unter anderen auch von Caritas Schweiz.
Download (pdf, 13.62 MB)Weitere Informationen
Titelbild: Caritas-Mitarbeitende in Tadschikistan, 2021 © Abdullo Media