

Vernissage Almanach Entwicklungspolitik
Mit dem «Almanach Entwicklungspolitik» leistet Caritas Schweiz jährlich einen Beitrag zur Diskussion aktueller Themen rund um die UNO-«Agenda 2030» zur nachhaltigen Entwicklung. Die Vernissage zum Buch findet jeweils im Herbst statt.
Das ungebremste Wirtschaftswachstum auf Kosten der Umwelt und auf Kosten zukünftiger Generationen muss ein Ende haben – weltweit und in möglichst absehbarer Zeit. Wir müssen einen Weg finden, damit sich unser gesellschaftliches, wirtschaftliches und politisches Handeln mit den planetaren Grenzen vereinbaren lässt. Analyse, Kritik und Reflexion des Wirtschaftswachstums und seiner gesellschaftlichen Folgen bilden die Richtschnur der Beiträge im neuen Almanach Entwicklungspolitik.
An der Vernissage stellten drei Autorinnen und Autoren ihre Beiträge zu Wachstum, Wachstumskritik und Wege zu Postwachstum vor. Anschliessend wurden auf einem Podium «Postwachstum: Ein neuer entwicklungspolitischer Kompass?» diskutiert.
Mehr Informationen zur Vernissage Almanach Entwicklungspolitik 2024

Die Mehrfachkrisen unserer Gegenwart zwingen immer mehr Menschen in die Flucht, aktuell sind es 108 Millionen. Global betrachtet brechen die meisten nicht in Richtung Europa auf. Sowohl Zwangsvertriebene, Klimaflüchtlinge wie Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten sind zumeist in und zwischen den Ländern des globalen Südens unterwegs. Gleichzeitig stellen Katastrophen mit vielen Toten an Europas Aussengrenzen eindringlich die Frage der Verantwortung. Gefordert sind sichere Fluchtwege: Die Politik darf dem Sterben im Mittelmeer und der Gewalt an Grenzbefestigungen nicht mehr länger einfach zuschauen.
An der Vernissage stellten zwei Autorinnen ihre Beiträge zu Herausforderungen der Migration im Kontext von Gewalt und Klimawandel vor. Anschliessend wurden auf einem Podium «Inhalte und Finanzrahmen der Schweizer Entwicklungspolitik» diskutiert.
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Armut und Klimaerhitzung sind die grossen Probleme des 21. Jahrhunderts. Sie zeigen sich in den rasch wachsenden Städten des Globalen Südens besonders deutlich. Wie können die Internationale Zusammenarbeit und die Entwicklungspolitik eine sozial gerechte sowie nachhaltige Urbanisierung und Stadtentwicklung unterstützen? Dieser Frage widmet sich der «Almanach Entwicklungspolitik 2023».
Die Vernissage zum Buch fand am 28. September 2022 in Luzern statt. Eine Autorin und ein Autor sowie ein Fachexperte Internationale Zusammenarbeit referierten zu aktuellen Fragen der Urbanisierung.

Zwei Drittel der globalen CO2-Emissionen sind auf den Energieverbrauch zurückzuführen; das ist der Hauptauslöser für die Klimaerwärmung. Gleichzeitig haben weltweit noch immer gegen eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Elektrizität.
Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und die Erderhitzung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken, muss die Energiewende global gelingen. Reiche Industriestaaten wie die Schweiz, die mit ihren hohen Treibhausgas-Emissionen eine beträchtliche Klimaschuld aufweisen, müssen mit gutem Beispiel vorangehen.
An der Buchvernissage vom 27. Oktober 2021 in Luzern gingen drei Expertinnen und Experten den Voraussetzungen für eine globale Energiewende auf den Grund und sie zeigten die Chancen und Hindernisse aus Sicht der Entwicklungszusammenarbeit auf.

Weltweit werden genug Nahrungsmittel für alle produziert – und trotzdem steigt die Zahl der hungernden Menschen seit mehreren Jahren an.
Mehr als 821 Millionen Menschen sind chronisch unterernährt, und über zwei Milliarden weisen eine folgenschwere Mangelernährung auf. Das bestehende Ernährungssystem ist den Herausforderungen nicht gewachsen. Das Versagen kann aber nicht auf ein Verteilproblem reduziert werden, sondern hat auch mit Machtasymmetrien zu tun. Der Handlungsbedarf ist auch deshalb dringend, weil der Klimawandel die Ernährungssituation verschärfen wird.
An der Buchvernissage vom 1. Oktober 2020 in Luzern wurden die Ursachen des anhaltenden gobalen Hungerproblems von drei Expertinnen und Experten thematisiert - und es wurden Lösungswege aufgezeigt.

Kein anderer Kontinent unterliegt so stereotypen und klischeehaften Charakterisierungen wie Afrika. Kriege, Krisen und Katastrophen prägen die öffentliche Wahrnehmung und verstellen den Blick auf die Dynamiken und tiefgreifenden Transformationen, die in afrikanischen Staaten stattfinden.
Obwohl Subsahara-Afrika in den letzten fünf Jahrzehnten mehr Entwicklungsgeld erhalten hat als jede andere Region, ist die absolute Zahl der von extremer Armut betroffener Menschen gestiegen. Woran liegt das? Was sind die Voraussetzungen, um eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu erreichen und somit kolonial geprägte Deutungsmuster und ausbeuterische Praktiken zu durchbrechen?
Diesen und weiteren Fragen widmeten sich eine Autorin und zwei Autoren an der Buchvernissage vom 17. Oktober 2019 in Luzern.

Die Abschottungspolitik Europas steht in eklatantem Widerspruch zur «Agenda 2030», die eine geordnete, sichere und reguläre Migration fordert. Der heutige Mangel an legalen Zuwanderungsmöglichkeiten bringt Migranten und Flüchtlinge immer wieder in Lebensgefahr und macht sie zu Opfern von Ausbeutung und Menschenhandel. Zugleich wird das Potenzial der Migration als Quelle für die soziale, menschliche und wirtschaftliche Entwicklung verkannt.
Die immer komplexeren und umfangreicheren Wanderungsbewegungen verlangen nach neuen, global koordinierten Lösungen. Grosse Hoffnungen liegen dabei auf der Entwicklungszusammenarbeit. Welches sind die Bedingungen für eine menschengerechte und entwicklungsfördernde Migration?
Diese und weitere Fragen beantworteten eine Autorin und zwei Autoren des Almanachs am 17. Oktober 2018 im Neubad in Luzern.

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Titelbild: © Dany Schulthess