Die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und Jugendlichen steht im Zentrum, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die Erfolge der ersten Projetphase zu festigen.
Die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und Jugendlichen steht im Zentrum, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die Erfolge der ersten Projetphase zu festigen.

Stärkung der Widerstandsfähigkeit gefährdeter Bevölkerungsgruppen

Projekt REPAR 2 im Tschad
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Überblick

Thema

Humanitäre Hilfe und Einkommenssicherung

Budget

2'250'000 Schweizer Franken

Projektgebiet

Batha, Tschad

Zielgruppen

43'740 Personen, oder 7'290 gefährdeten Haushalten

Projektnummer

P240035

Finanzierung

Dieses Projekt ist ein Mandat der DEZA.

Projekt im Detail

Der Tschad, ein zentralafrikanischer Binnenstaat mit etwa 18,5 Millionen Einwohnern, ist mit wachsender Armut konfrontiert, von der fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist. Mehr als 15% der Bevölkerung leben in extremer Armut. Das Land, das auf dem Welthungerindex den Platz 119 von 125 besetzt, leidet unter den Auswirkungen des Klimawandels. Diese sind vor allem in der Landwirtschaft spürbar, der Sektor, in dem die Mehrheit der Tschader*innen beschäftigt sind. Dazu kommt, dass das Land von regionalen Instabilitäten, wie beispielsweise dem Konflikt im Sudan betroffen ist, was zu einem Zustrom von Migranten führt, während die Kapazitäten der Regierungsführung begrenzt sind.

Die Provinz Batha leidet unter einer zyklischen und chronischen Nahrungsmittel- und Ernährungskrise, die durch den Mangel an Regenfällen noch verschärft wird. Andere Herausforderungen wie Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen, Buschfeuer, Überschwemmungen und steigende Nahrungsmittelpreise haben ebenfalls große Auswirkungen auf die Bevölkerung. Diese Häufung struktureller und konjunktureller Krisen erfordert eine angemessene Reaktion, um die Lebensbedingungen der von Nahrungsmittel- und Ernährungsunsicherheit bedrohten Bevölkerung zu verbessern.

Das REPAR-Projekt zielt darauf ab, die Herausforderungen in der Provinz Batha, insbesondere die Nahrungsmittel- und Ernährungsunsicherheit, durch die Integration von humanitären und Entwicklungsmaßnahmen (humanitärer & Entwicklungs-Nexus) zu mildern. In Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und den tschadischen Behörden versucht es, die Armut und die Abhängigkeit von externer Hilfe zu verringern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit und die Ernährungssicherheit der gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu erhöhen. Das Projekt legt außerdem einen Schwerpunkt auf die Befähigung und Einbeziehung benachteiligter Gemeinschaftsgruppen, indem es die lokale wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit stärkt und auf humanitäre und klimabedingte Notsituationen reagiert.

Caritas Schweiz setzt sich seit 2019 in Batha für die Ernährungssicherheit ein. In dieser zweiten Phase des REPAR-Projekts sollen die positiven Auswirkungen der ersten Phase nachhaltig gesichert werden. Es werden Initiativen entwickelt, um das Einkommen von gefährdeten Haushalten zu erhöhen, wobei der Schwerpunkt auf der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Jugendlichen liegt. Der Zweck besteht darin, die aktive Beteiligung aller Interessengruppen an der Entwicklung lokaler Strategien und gezielter Aktivitäten zur Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig ihre Fähigkeiten, ihre Beteiligung und ihre Rechenschaftspflicht zu stärken.

In Phase 2 sind verschiedene Aktivitäten vorgesehen, die synergetisch darauf abzielen, die Widerstandsfähigkeit der am stärksten gefährdeten Menschen sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft zu fördern. Dies wird zum einen durch die Einrichtung von Getreidebanken erreicht, um Saatgut auch in der Trockenzeit lokal und zu erschwinglichen Preisen verfügbar zu machen. Darüber hinaus profitieren die Bauern von den Schulungsprogrammen für klimaresiliente Anbaumethoden und natürliche Regeneration (NRR), die durchgeführt werden. Zum anderen werden gemeinsam mit Frauen dörfliche Spar- und Kreditvereinigungen gegründet, die ihnen durch finanzielle Bildung und lokale Investitionsmöglichkeiten die Verwaltung ihrer Finanzen ermöglichen sollen. Um Krisen in kritischen Zeiten vorzubeugen, erhalten die am stärksten gefährdete Haushalte Bargeldunterstützung

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Titelbild: Die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und Jugendlichen steht im Zentrum, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten und die Erfolge der ersten Projetphase zu festigen. © Reto Albertalli