

Caritas-Familienplatzierung
Caritas-Familienplatzierung koordiniert die Platzierung von Kindern und Jugendlichen. Es gibt vier verschiedene Platzierungsangebote. Die Platzierung eines Kindes, einer Jugendlichen oder eines Jugendlichen in einem neuen Umfeld kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen und unterscheidet sich deshalb in der Häufigkeit sowie Länge eines Aufenthaltes.
Platzierungsformen im Detail
Diese Art von Platzierung ermöglicht eine mittel- bis langfristige Perspektive. Es ist möglich, dass die Kinder, Jugendlichen oder unbegleiteten Flüchtlingskinder (UMA) über die Volljährigkeit hinaus, bis zum Abschluss der Erstausbildung oder dem Lehrabschluss, bei den Pflegeeltern leben.
Eine Dauerpflegeplatzierung besteht in der Regel mindestens sechs Monate, kann jedoch auch über mehrere Jahre dauern. Der Lebensmittelpunkt des Kindes oder Jugendlichen – wo sich Beziehungen, Schule, Beruf und Freizeit abspielen – ist der Wohnort der Pflegeeltern.
Die Pflegeeltern von Caritas-Familienplatzierung können sowohl im städtischen wie auch im ländlichen Gebiet wohnen und betreuen ein Pflegekind oder Geschwisterpflegekinder. Die Kontaktpflege mit der Herkunftsfamilie spielt eine zentrale Rolle.
Eine Kriseninterventionsplatzierung (KIP) ist eine befristete sozialpädagogische Massnahme. Kinder und Jugendliche in Krisensituationen werden in eine Pflegefamilie integriert und es wird eine sozialpädagogische Zielvereinbarung ausgearbeitet, die den Wieder- oder Neueinstieg in die Gesellschaft erleichtert.
Der Aufenthalt findet in einem landwirtschaftlichen oder handwerklichen Familienbetrieb statt und bietet eine naturnahe Umgebung sowie eine überschaubare Einheit von Familie-, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft. Die Kriseninterventionsplatzierung eignet sich für Kinder und Jugendliche ab Primarschulalter. Die Platzierung dauert zwischen drei Wochen und sechs Monaten.
Bei einem EBA verbringt das Kind, die Jugendliche oder der Jugendliche jeweils das Wochenende und/oder einen Teil der Ferien bei den Pflegeeltern. Der Aufenthalt bei den Pflegeeltern ist somit jeweils kurz, findet aber über mehrere Jahre hinweg regelmässig statt.
Das Pflegekind findet im ergänzenden Betreuungsangebot ein zweites Zuhause, bei dem es Vertrauen aufbauen, konstante Bindungen eingehen, sich erholen und neue Lebenswelten erkunden kann. Der Lebensmittelpunkt des Kindes oder Jugendlichen befindet sich jedoch an seinem hauptsächlichen Wohnort zuhause oder im Heim.
Das Kind, der Jugendliche oder die Jugendliche besucht die Pflegeeltern in der Regel ein- bis zweimal pro Monat. Die Häufigkeit und Länge des Aufenthalts während der Ferien hängen vom Bedürfnis des Pflegekindes und der involvierten Stellen ab. Die Platzierung findet in der Regel am Wochenende zwischen Freitag und Sonntag statt.
In einem strafrechtlichen Verfahren können Jugendanwaltschaften einen Arbeitseinsatz anordnen. In ihrem Auftrag vermittelt Caritas-Familienplatzierung junge Menschen bis 18 Jahre an eine Bauernfamilie für einen Arbeitseinsatz von mindestens fünf Tagen.
Caritas-Familienplatzierung bietet Einsätze im Schweizer Berggebiet und im ländlichen Raum an. Der Arbeitseinsatz hat den Charakter einer Wiedergutmachung an der Gesellschaft. Die Arbeitseinsätze verdeutlichen nicht nur Grenzen und Normen, sollen den Jugendlichen auch Verhaltensalternativen aufzeigen.
Weitere Informationen
Kontakt
Caritas-Familienplatzierung
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern
+41 41 419 22 77familienplatzierung@caritas.ch
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
08.15-11.45 Uhr und 13.30-17.00 Uhr
Titelbild: Familie im Garten © Priska Ketterer



